Das stimmt leider nicht. Etwa 90 Prozent der Heizungsanlagen in Wohngebäuden sind nicht hydraulisch abgeglichen. Die Folgen: Teure Energie geht verloren und weit vom Heizkessel entfernte Heizkörper werden nicht richtig warm. Außerdem können Fließgeräusche in den Rohren auftreten. Bei Neubauten und der Erneuerung der Heizanlage wird der Abgleich zwar gesetzlich verlangt, aber nicht immer gemacht. Mit dem WärmeCheck finden Sie heraus, wann sich ein hydraulischer Abgleich lohnt.
Keine Ausrede mehr: Auch bei Fußbodenheizungen ist ein hydraulischer Abgleich möglich.
Stimmt nicht. Auch Fußbodenheizungen und andere Flächenheizungen sowie Einrohrheizungen können in den meisten Fällen hydraulisch abgeglichen werden. Bei Fußbodenheizungen ist wegen des Mehraufwands bei der Datenaufnahme mit etwas höheren Kosten zu rechnen. Bei Einrohrheizungen kommen statt der voreinstellbaren Thermostatventile Volumenstromregler zum Einsatz. Welche Besonderheiten es sonst noch gibt, erfahren Sie im Artikel über Heizsysteme und besondere Komponenten der Heizanlage.
Ein hydraulischer Abgleich ist nicht nur etwas für Mehrfamilienhäuser oder andere Großanlagen. Auch bei kleineren Heizanlagen rechnet sich die Maßnahme. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus entstehen Kosten zwischen 650 und 1.250 Euro. Durch die Ersparnis von im Schnitt jährlich 110 Euro macht sich der hydraulische Abgleich schon innerhalb von rund sechs Jahren bezahlt. Dazu kommt eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und damit ein deutliches Plus beim Komfort. Weitere Details und Beispiele wie Gasetagenheizungen finden Sie in den Artikeln über Kosten und über Heizsysteme. Der WärmeCheck zeigt Ihnen, wie schnell sich ein hydraulischer Abgleich bei Ihrer Heizanlage rechnet.
Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie nicht gleich beim ersten Versuch den passenden Handwerker finden. Mit „Rat und Tat”, unserem Branchenbuch für Modernisierer, sollten Sie auch in Ihrer Umgebung einen qualifizierten Fachmann finden. Immer mehr Fachleute entdecken den hydraulischen Abgleich als zusätzliches Geschäftsfeld. Unsere Checklisten helfen Ihnen bei der Auswahl und Qualitätskontrolle. In Frage kommen in erster Linie Handwerker, Energieberater und Schornsteinfeger. Fehlen Komponenten für einen hydraulischen Abgleich muss für den Einbau in jedem Fall ein Heizungsmonteur ran. Bei größeren Anlagen sollte ein Ingenieur die nötigen Berechnungen übernehmen. Sie müssen aber in der Regel nur einen Fachmann beauftragen.
Davon raten Experten ab. Denn beim hydraulischen Abgleich geht es um eine möglichst exakte Optimierung der Heizanlage. Mit einfachen Mitteln ist das so gut wie unmöglich. Ein Beispiel: Für die Heizlastberechnung und das Ermitteln der Pumpenleistung sollte ein spezielles Computerprogramm zum Einsatz kommen. Mit den oft kostenlosen Datenschiebern ist dagegen nur eine Schätzung möglich. Damit lässt sich das Sparpotenzial des hydraulischen Abgleichs nicht voll erschließen. Und: Materialkosten für den hydraulischen Abgleich fallen so oder so an, falls beispielsweise voreinstellbare Thermostate fehlen.
Im Gegenteil: Erst nach einem hydraulischen Abgleich zeigt der Brennwertkessel, was er wirklich kann. Denn bei einer zu hohen Rücklauftemperatur werden die eigentlich möglichen Nutzungsgrade gar nicht erreicht. Der hydraulische Abgleich sorgt für möglichst niedrige Rücklauftemperaturen und so für mehr Effizienz. Details und ein Beispiel finden Sie in einem Artikel über spezielle Komponenten der Heizanlage.
Viele Verbraucher fürchten, dass für einen hydraulischen Abgleich die Heizanlage abgeschaltet und das Heizwasser abgelassen werden muss. Das ist jedoch längst nicht bei jeder Heizung nötig. Sind alle nötigen Komponenten vorhanden, muss nichts eingebaut und deswegen auch nichts abgestellt werden. Fehlen nur voreinstellbare Thermostate, können zum Beispiel Montageschleusen zum Einsatz kommen. So können auch Komponenten eingebaut werden, ohne das Wasser abzulassen. Allerdings geht das nur, wenn die Ventileinsätze austauschbar sind (siehe Fotostrecke). Am besten sprechen Sie mit Ihrem Fachmann vor Ort, was bei Ihrer Heizanlage möglich ist – und tun Sie das ruhig zu jeder Jahreszeit.
Hallo Herr Urban,
vielen Dank für Ihre Frage und Ihre Einschätzung bezüglich der Handwerker.
Nicht zuletzt durch unsere Initiative bieten immer mehr Handwerker den hydraulischen Abgleich an. Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung sind auch unsere Handwerker-Botschafter aus ganz Deutschland. http://www.meine-heizung.de/praxisbeispiele/handwerker/
Handwerker, die den hydraulischen Abgleich wirklich können, finden Sie am besten mit dem Online-Branchenbuch "Rat und Tat". Rund 7.000 Handwerker und Energieberater nutzen die Handwerkerdatenbank bereits, um auf ihre Qualifikationen und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Hochgeladene Nachweise und Referenzobjekte stellen sicher, dass der Handwerker den hydraulischen Abgleich auch versiert ausführt. http://www.meine-heizung.de/ratgeber/rat-und-tat/
Herzliche Grüße
Andreas Braun
Könnte es sein, daß die Diskussion, daß man keinen Handwerker findet, überholt ist?
Ich habe es so erlebt, daß eigentl alle Installateure das anbieten, wenn man es erfragt - und zwar auch dann, wenn sie bei Ihnen nicht gelistet sind.
Die Frage wäre also neuerdings zum Einen, ob jetzt alle Heizungsbauer auf den Zug aufgesprungen sind, zum Anderen, wie ich erkennen kann, ob sie das auch wirklich können ...
Mit freundlichen Grüßen
Hallo Herr Suhr!
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Grundsätzlich sollte auf dem Dach eine ausreichend große Fläche zur Verfügung stehen, möglichst Richtung Süden, unverschattet und mit einer Dachneigung von 45 Grad.
Diese Frage sollten Sie ebenfalls im Vorfeld klären: Wollen Sie Solar für Warmwasser oder für Warmwasser plus Heizungsunterstützung nutzen?
Bei der Beantwortung dieser Fragen hilft Ihnen zunächst der Online-Ratgeber SolardachCheck.
http://www.klima-sucht-schutz.de/energiesparen/energiespar-ratgeber/solardachcheck.html
In einem zweiten Schritt sollten Sie einen Fachmann für eine Vor-Ort-Besichtigung kontaktieren, da die baulichen Bedingungen (Rohrleitungsführung, Speicherplatz etc.) geklärt werden müssen.
Herzliche Grüße
Andreas Braun
Hallo!
Wie finde ich die optimale Flachkollektoren-Solarunterstützung für meinen Brennwertkessel heraus?
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