Heizungspumpe austauschen: Das können Sie sparen

Mehr als die Hälfte der 25 Millionen Heizungspumpen in Deutschland lassen sich nicht regeln. Um das volle Sparpotenzial eines hydraulischen Abgleichs auszuschöpfen, ist dies jedoch notwendig. Daher ist ein Pumpentausch oft unumgänglich. Die Installation einer Hocheffizienzpumpe rentiert sich jedoch schnell, da eine solche moderne Heizungspumpe den Stromverbrauch erheblich senkt.

Heizungspumpe austauschen, Stromverbrauch reduzieren und Energiekosten sparen: Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe bringt’s. Alte Heizungspumpen sind meist nicht oder nur sehr eingeschränkt regelbar. Das bedeutet, sie können sich nicht an den tatsächlichen Bedarf anpassen, arbeiten immer mit der gleichen Drehzahl und drücken das Wasser stets mit voller Leistung durch die Leitungen. Bei einer jährlichen Pumpenlaufzeit von 6.000 Stunden schlägt eine solche alte Umwälzpumpe mit einem Stromverbrauch von 400 bis 600 Kilowattstunden jährlich und Stromkosten von 100 bis 160 Euro pro Jahr zu Buche. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch Ihres Fernsehers und Ihres Kühlschrank verursacht pro Jahr Kosten in Höhe von 50 bis 100 Euro.

Stromverbrauch senken durch Pumpentausch

Selbst regelbare Pumpen der ersten Generation (sogenannte elektronische Pumpen) sind in vielen Heizungsanlagen falsch eingestellt oder überdimensioniert. Damit wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Die Pumpen arbeiten durchschnittlich mit einer Leistung von 74 Watt, obwohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern heute 15 Watt ausreichen – eine moderne Pumpentechnik und ein hydraulisch abgeglichenes Heizsystem vorausgesetzt. Diese Effizienzmaßnahme gleicht die Widerstände in Ihrem Heizsystem einander an und schafft so einen Heizkreislauf, in dem die Heizungspumpe mit weniger Energie die richtige Menge Wasser umwälzen kann. Die vorhandene Pumpe kann dann auf einen niedrigeren Wert eingestellt werden.

Ein Tipp für Energiesparer: Immer mehr Hocheffizienzpumpen verfügen über einen integrierten Stromzähler. Im Zusammenspiel mit dem kostenlosen Energiesparkonto können Sie so schnell herausfinden, was die neue Pumpe wirklich an Einsparungen bringt. Wenn Ihre Pumpe einen integrierten Stromzähler hat, können Sie im Konto einen Unterzähler einrichten und den Stromverbrauch monitoren. Der Heizenergieverbrauch vor und nach einem hydraulischen Abgleich lässt sich ebenfalls mit dem Energiesparkonto klimabereinigt gegenüberstellen. So können Sie auch Herzperioden mit unterschiedlicher Witterung vergleichen.

Heizungspumpe tauschen und 110 Euro pro Jahr sparen

Wenn Sie die Heizungspumpe beim hydraulischen Abgleich sogar durch eine moderne Hocheffizienzpumpe ersetzen lassen, sparen Sie zusätzlich zur Heizkostenersparnis von etwa 100 Euro auch 80 Prozent der Betriebsstromkosten der Pumpe. Gegenüber einer Heizungspumpe alter Technik verringert sich die jährliche Stromrechnung so leicht um 110 Euro. In 20 Jahren können so unnötige Stromkosten von 2.200 vermieden werden. Eine Hocheffizienzpumpe kostet inklusive Einbau etwa 350 bis 400 Euro – der Austausch macht sich also innerhalb weniger Jahre bezahlt.

Als zentrale Orientierungsgröße für den Stromverbrauch einer Pumpe gilt seit 2013 der Energie-Effizienz-Index (EEI). Dieser Wert muss auf der Verpackung, auf dem Typenschild und in der technischen Beschreibung der Pumpe vermerkt sein. Der EEI darf maximal 0,27 betragen. Besonders sparsame Hocheffizienzpumpen lassen sich erkennen an einem EEI kleiner oder gleich 0,20. Fragen Sie Ihren Handwerker nach der effizientesten Pumpe.

Wie viel Sie individuell durch einen Pumpentausch sparen können, verrät Ihnen zusätzlich der interaktive PumpenCheck.

Autor: Andreas Braun

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