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Hydraulischer Abgleich – Daten für Deutschland

Ein hydraulischer Abgleich gehört in Deutschland noch längst nicht zum Standard. Obwohl die Nachfrage auf Verbraucherseite stetig wächst, sind im Schnitt bislang lediglich 18 Prozent der Heizungsanlagen optimal eingestellt. Es gibt allerdings auch regionale Unterschiede.

WärmeCheck: hydraulischen Abgleich prüfen

Finden Sie heraus, ob sich ein hydraulischer Abgleich Ihrer Heizanlage rechnet und wie viel Heizkosten Sie damit sparen können:

Die wichtigsten Fakten zum hydraulischen Abgleich:

  • nur 18 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland optimal eingestellt (Stand 2/2017)
  • Nachholbedarf beim hydraulischen Abgleich in den alten Bundesländern höher
  • hydraulischer Abgleich senkt Heizkosten im Einfamilienhaus durchschnittlich um 90 Euro jährlich
  • Sparpotenzial für Deutschland: jährlich 1,5 Milliarden Euro Energiekosten und 5,3 Millionen Tonnen CO2

Steigende Heizkosten belasten Millionen Haushalte. Mit einer preiswerten Heizungsoptimierung, dem hydraulischen Abgleich, könnten die Heizkosten im Einfamilienhaus durchschnittlich um 90 Euro jährlich gesenkt werden. Dennoch fehlt diese Maßnahme bei etwa acht von zehn Heizungsanlagen. Das zeigen Daten zum hydraulischen Abgleich der gemeinnützigen co2online GmbH. Vor allem in den alten Bundesländern besteht Nachholbedarf beim hydraulischen Abgleich. Wie die Statistik des hydraulischen Abgleichs zeigt, wurden dort über 80 Prozent der Heizungsanlagen noch nicht durch einen hydraulischen Abgleich optimal eingestellt. Das geht aus einer Erhebung von co2online hervor, die auf 60.700 bundesweiten Gebäudedaten basiert.

Daten hydraulischer Abgleich

In den neuen Bundesländern sieht die Sache etwas besser aus, es besteht aber weiterhin Handlungsbedarf: Dort ist im Schnitt immerhin fast jede fünfte Heizungsanlage hydraulisch abgeglichen. Der Grund: Im Osten des Landes sind nach der Wiedervereinigung viele Heizungsanlagen erneuert wurden. Im Zuge dessen wird häufig der hydraulische Abgleich vorgenommen.

Hydraulischer Abgleich: 5,3 Millionen Tonnen CO2 weniger pro Jahr

Eine generelle Pflicht zum hydraulischen Abgleich – etwa als bedingte Nachrüstungspflicht in der Energieeinsparverordnung (EnEV) – würde nicht nur Hauseigentümern helfen, ihre Heizenergiekosten zu reduzieren. Gleichzeitig würde auch das Erreichen der nationalen Klimaschutzziele näher rücken. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um 55 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.

Würde der hydraulische Abgleich in Deutschland flächendeckend umgesetzt, ließen sich jährlich 1,5 Milliarden Euro Energiekosten einsparen und 5,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden. Privathaushalte könnten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Weitere Infografiken und Informationen rund um den hydraulischen Abgleich finden Sie auch auf der Website der Kampagne „Meine Heizung kann mehr”.

Autor: Andreas Braun

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